Mentortools Kurs-Inhalte duplizieren: Zeit sparen beim Erstellen neuer Module

Spät an einem Sonntagabend saß ich mit kaltem Ingwertee vor dem Laptop und ertappte mich dabei, wie ich das dritte Wochenmodul meines Kurses komplett von Grund auf neu tippte. Schriftart anpassen, Button-Farben auswählen, Abstände einrichten. Zeile für Zeile. Völlig unnötig.

Kennst du dieses Gefühl, wenn der Nacken langsam steif wird, weil man seit Stunden dieselben Handgriffe im Kursbereich wiederholt? Genau da war ich. Wieder einmal. Ich dachte sofort an mein erstes Kurs-Chaos von 2020 zurück. Damals hatte ich null Ahnung von Technik und verbrachte Nächte damit, Textbausteine aus Word-Dokumenten hin und her zu kopieren, nur um am Ende festzustellen, dass alles schief und krumm aussah.

Dabei geht das in Mentortools mit wenigen Handgriffen. Vorausgesetzt, man weiß, wo der kleine Hebel sitzt – und vor allem, wie man ihn klug nutzt, ohne sich selbst eine Falle zu stellen.

Das Copy-Paste-Trauma aus meinen Anfangstagen

Als ich vor ein paar Jahren meinen allerersten Online-Kurs zusammenbaute, glich mein Workflow einem chaotischen Kochabend, an dem man für jeden einzelnen Teller die Zwiebeln separat anbrät. Statt eine große Pfanne zu nutzen und das Ganze effizient aufzuteilen, fing ich bei jeder Lektion bei null an.

Das Ergebnis? Reine Erschöpfung. Ich war damals überzeugt, dass Kursaufbau nun mal wehtun muss. Wenn man keine Programmiererin ist, muss man eben leiden – dachte ich zumindest.

Über die letzten sechs bis acht Monate beim Überarbeiten meines Coaching-Programms habe ich mir geschworen, nicht mehr in diese alten Verhaltensmuster zu verfallen. Ein verregneter Sonntag im letzten Frühjahr war dann der Wendepunkt. Ich merkte: Ich baue sechs Module, die im Kern fast denselben didaktischen Rhythmus haben. Eine Einführung, zwei Praxis-Übungen, eine Reflexion, ein Workbook als PDF.

Warum also jedes Mal die Struktur neu erfinden, wenn man sie einfach klonen kann?

Wie Mentortools aufgebaut ist (und wo der Zauberknopf sitzt)

Um das Ganze zu verstehen, hilft ein schneller Blick auf das Fundament. Bei Mentortools gibt es eine klare Inhaltshierarchie, die aus 3 Ebenen besteht: ganz oben der Kurs, darin die Module, und in den Modulen liegen die eigentlichen Lektionen. Wie ein ordentliches Küchenregal mit Gläsern, in denen die Gewürze lagern.

Wenn du nun eine Struktur gefunden hast, die für deine Teilnehmerinnen funktioniert, musst du sie nicht für Woche zwei, drei und vier neu anlegen. Die Duplizier-Aktion für Lektionen braucht in Mentortools genau 1 Klick auf das kleine Kopier-Icon im Inhaltsmenü.

Kalter Ingwertee auf dem Schreibtisch, während das vertraute Klickgeräusch der Maus die exakte Modulstruktur in Sekundenschnelle verdoppelte – in diesem Augenblick fiel mir buchstäblich ein Stein vom Herzen. Was mich früher zwei Abende gekostet hat, war plötzlich in drei Minuten erledigt.

Aber: Genau hier lauert eine Gefahr, die viele Coaches komplett übersehen.

Die Duplizier-Falle: Warum mehr Inhalt deinen Kurs verwässert

Jetzt kommt ein Punkt, den dir die meisten Technik-Tutorials verschweigen. Technisch gesehen ist das Klonen genial. Didaktisch gesehen kann es ein echter Motivationskiller für deine Kursteilnehmer sein.

Weißt du, was mir nach etwa drei Wochen passierte? Ich war so verliebt in die Leichtigkeit des Duplizierens, dass meine Module immer fetter wurden. Weil die Vorlage ja schon da war, packte ich in jede kopierte Lektion noch einen zusätzlichen Textabschnitt, noch einen extra Gedanken, noch eine Zusatzübung.

Das bloße Duplizieren von Kurs-Modulen führt oft zu inhaltlichem Ballast, der die Lernmotivation deiner Teilnehmer durch zu hohe Informationsdichte statt durch Effizienz systematisch untergräbt. In der Psychologie spricht man gerne von zu hoher kognitiver Belastung – im Yoga nennen wir es einfach: Die Matte ist zu vollgestellt, um sich überhaupt noch bewegen zu können.

Wenn du eine Lektion duplizierst, übernimmst du nicht nur das Design. Du übernimmst auch die Verpflichtung, jeden einzelnen Satz auf den Prüfstand zu stellen. Braucht Woche vier wirklich genau dieselbe Textlänge wie Woche eins? Oder reicht hier ein knackiger Impuls?

Was beim Duplizieren mitwandert – und worauf du achten musst

Wenn du in Mentortools eine Lektion kopierst, nimmt das System erfreulich viel mit. Das spart unglaublich viel Fummelarbeit:

Und genau bei diesen automatischen Übernahmen liegt der Teufel im Detail. Es gibt zwei Dinge, die du nach dem Duplizieren sofort prüfen solltest, bevor du den Kurs veröffentlichst.

1. Das falsche Video am falschen Ort

Der kurze Schreckmoment beim Testlauf, als in Woche drei plötzlich noch das Willkommensvideo aus Woche eins abgespielt wurde – glaub mir, mein Gesichtsausdruck war filmreif. Ich hatte die Lektion zwar dupliziert, die Überschrift brav in „Modul 3: Sanfte Ausrichtung“ geändert, aber im Videoplayer schaute mich immer noch mein eigenes Gesicht aus der Begrüßungssequenz an.

Wenn du den internen Player nutzt (schau dir dazu gerne an, wie du den Mentortools Videoplayer nutzen: Kursvideos ohne externe Hoster hochladen kannst), musst du das Video zwingend austauschen, bevor du auf Speichern klickst. Klingt banal? Passiert trotzdem jedem mindestens einmal.

2. Zeitpläne und Drip-In-Logik

Ein weiterer Stolperstein sind zeitverzögerte Freischaltungen. Wenn du Lektionen schrittweise freigibst – etwa jede Woche ein neues Modul –, werden diese Einstellungen je nach Struktur manchmal mitkopiert oder stehen noch auf dem Standardwert. Kontrolliere immer, an welchem Tag nach dem Kauf der Inhalt für deine Mädels und Jungs sichtbar werden soll.

Mein Master-Template: So baue ich neue Module heute

Aus all diesen Pannen habe ich ein System entwickelt, das mir heute enorm viel Ruhe schenkt. Ich nenne es mein Master-Template.

Im Spätsommer vor dem Kursstart habe ich mir in Mentortools ein Modul angelegt, das für Teilnehmer komplett unsichtbar geschaltet ist. Darin liegt genau eine perfekt durchdachte Muster-Lektion. Sie enthält:

Wenn ich nun ein neues Themenmodul erstelle, fasse ich das ursprüngliche Kursgerüst gar nicht mehr an. Ich gehe einfach in mein unsichtbares Vorlagen-Modul, dupliziere die Muster-Lektion mit einem Klick, schiebe sie per Drag-and-Drop in das gewünschte Modul und fülle sie mit Leben. Wie ein Grundteig beim Backen: Die Basis steht immer, nur die Gewürze und Früchte ändern sich je nach Laune.

Falls du zwischendurch wichtige Updates an deine Gruppe schicken möchtest, während du im Hintergrund Module vorbereitest, wirf einen Blick darauf, wie du Mentortools Ankündigungen: So informierst du deine Teilnehmer über Neuigkeiten am sinnvollsten einsetzt. Das nimmt Druck raus, wenn mal ein Modul etwas länger dauert.

Weniger basteln, mehr unterrichten

Am Ende des Tages sind wir Coaches, Trainerinnen und Beraterinnen. Wir haben diesen Weg nicht gewählt, um den halben Tag mit HTML-Code oder Button-Abständen zu verbringen. Wenn die Technik zu viel Raum einnimmt, verliert man leicht die Freude an der eigentlichen Botschaft.

Das habe ich auch gemerkt, als ich damals überlegte, wie ich mein Angebot überhaupt nenne. Wenn man sich schon beim Modulbau im Klein-Klein verliert, fehlt am Ende die Energie für das Wesentliche – genau wie ich damals beim Online-Kurs Name finden: Meine Tipps für einen Titel der wirklich verkauft erst mal tief durchatmen und den Kopf freibekommen musste.

Mein ehrliches Fazit nach mehreren Wochen Praxis: Die Duplizier-Funktion in Mentortools ist ein Geschenk für alle, die ohne Technik-Team arbeiten. Aber nutze sie wie eine gute Gewürzmischung beim Kochen – mit Bedacht. Baue dir eine klare, minimalistische Vorlage, klone sie für deine Struktur, aber streiche dann gnadenlos alles raus, was deine Teilnehmer nur ablenkt. Deine Kundinnen wollen keine riesigen Content-Berge abarbeiten. Sie wollen Veränderung, Leichtigkeit und deinen klaren roten Faden.

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