Mentortools Videoplayer nutzen: Kursvideos ohne externe Hoster hochladen

Die Videodatei liegt schon im Upload-Feld von Mentortools, ich ziehe sie mit der Maus rüber und lehne mich zurück, während sich der blaue Balken Stück für Stück füllt. Kurz danach tippe ich den Kurslink in die Adresszeile - und merke, dass mir zum ersten Mal kein inneres Seufzen entkommt, bevor die Seite lädt. Genau dieses Gefühl wollte ich beim Online-Kurs-Erstellen von Anfang an: Videohosting, das einfach funktioniert, ohne dass eine Coach ohne Technik-Ahnung dabei ins Schwitzen kommt.

Acht Wochen hat es gedauert, bis aus diesem Seufzen dieses Gefühl wurde, und der Weg dahin war holpriger, als ich zugeben möchte.

Vimeo-Links im Newsletter: mein Chaos-System aus dem ersten Kursjahr

Vorher sah mein System nämlich ganz anders aus, und es war ein einziges Durcheinander. Ich hatte meine Kursvideos brav auf Vimeo hochgeladen und den Teilnehmerinnen die Links jede Woche per Newsletter geschickt, überzeugt, dass ich damit schon alles richtig mache.

Nur landeten die Mails ständig im Spam-Ordner, oder die Links verschwanden zwischen zwanzig anderen Newslettern in vollen Postfächern. Fast jede Woche kam eine Nachricht wie "ich finde die Stunde von letzter Woche nicht mehr", und abends saß ich dann in meinem eigenen Vimeo-Konto und suchte den richtigen Link, um ihn noch einmal zu verschicken.

Das hätte ich mir gerne vorher sagen lassen: Ein Link in einer E-Mail ist für eine Teilnehmerin, die abends müde nach der Arbeit lernt, gefühlt genauso kompliziert wie ein Passwort-Reset um Mitternacht.

In dieser Phase bin ich oft durch die Maxvorstadt gelaufen, nur um für zwanzig Minuten nicht auf mein Postfach zu starren. Kein Drama. Nur ein System, das nicht zu mir passte.

Nahaufnahme eines Laptops mit blauem Upload-Fortschrittsbalken beim Mentortools Kursvideo-Upload auf einem Holztisch.

Was im Mentortools-Backend die ganze Zeit auf mich gewartet hat

Kurz nach dem Jahreswechsel, an einem Morgen mit schräger Sonne auf dem Bildschirm und einem Kaffee, der noch nicht mal aufgebrüht war, habe ich beim Aufräumen meines Mentortools-Backends eine Funktion entdeckt, die ich monatelang übersehen hatte: den direkten Video-Upload. Skeptisch war ich trotzdem - Videos direkt hochladen, ohne dass irgendwas explodiert?

An diesem Nachmittag habe ich es trotzdem gewagt und ein Video in klassischer 1080p Auflösung hochgeladen, so wie ich es immer für meine Kurse mache. Das Format war ein ganz normales MP4, ich klickte auf Hochladen und wartete. Heike, die zufällig mit ihrem eigenen Laptop bei mir sitzt, schaut kurz rüber, sagt nichts und tippt weiter, während der Balken zum ersten Mal ohne Ruckeln durchläuft.

Im Hintergrund läuft dabei offenbar ein moderner Codec namens H.264, aber ehrlich, ich musste selbst nachschlagen, was das eigentlich bedeutet. Für mich zählt nur: Die Videos laden schnell, sehen scharf aus und laufen auf jedem Handy, ganz ohne dass ich "API-Key fehlt" oder "Domain nicht autorisiert" lesen muss.

Tablet auf einer Yogamatte zeigt den scharfen Mentortools Videoplayer mit Naturaufnahme für den Online-Kurs.

Wie der interne Player meine DSGVO-Sorgen kleiner gemacht hat

Ein Thema, das mich seitdem weniger stresst, ist der Datenschutz. Wenn Videos von US-Anbietern eingebettet werden, setzen die oft schon beim Laden der Seite Cookies, und dann brauchst du theoretisch ein Consent-Banner, bevor überhaupt etwas zu sehen ist.

Mit dem internen Player von Mentortools ist die DSGVO für mich kein Endgegner mehr, weil die Videos direkt über die Plattform laufen und kein externer US-Riese beim bloßen Aufruf mitliest. Die technischen Details dahinter kenne ich nicht auswendig, aber für ein DSGVO-konformes Grundgefühl in meinem kleinen Business reicht mir das.

Wenn du dann noch deine Mentortools Dankeseite erstellen willst, fügt sich das nahtlos an, ohne dass eine Teilnehmerin das Gefühl hat, durch fünf verschiedene Apps geschickt zu werden.

Lohnt sich der Wechsel für jeden Kurs?

Automatisch lohnt sich der Wechsel nicht für jede Situation. Ein befreundeter Techie hat mich gewarnt, dass der direkte Upload bei sehr vielen gleichzeitigen Zuschauerinnen an seine Grenzen kommen kann, weil externe Hoster genau auf solche Lastspitzen getrimmt sind.

Genau diese Frage hat mir auch Ulrike Herrmann gestellt, eine Life-Coach-Kollegin aus Düsseldorf. Sie überlegt für gewöhnlich sehr lange, bevor sie irgendetwas Neues anfasst, und hat wochenlang hin und her gewogen, ob sie ihre Kursvideos auch direkt hochladen soll, statt weiter über einen externen Hoster zu gehen. Letzte Woche hat sie sich dann doch getraut, ziemlich genau im richtigen Moment, wie sich zeigte. Bei Ulrike ging es nebenbei auch darum, wie sie ihre Workbooks und PDFs neben den Videos ordentlich ablegt, aber das ist nochmal ein eigenes Thema für sich.

Hände einer Coach arbeiten entspannt am Laptop mit Mentortools, umgeben von Büchern beim Kurs-Aufbau.

Mein Rat an alle, die noch zögern

Seit ich auf den internen Player umgestiegen bin, gewinne ich vor allem Zeit zurück, die ich früher mit Passwörtern jonglieren und Einbettungscodes kontrollieren verschwendet habe. Diese Zeit stecke ich jetzt lieber in neue Yoga-Sequenzen oder ins Nachfragen bei meinen Teilnehmerinnen, wie es ihnen mit dem Kurs geht.

Falls du noch ganz am Anfang stehst: Probier es einfach mit einem einzigen kurzen Video aus, bevor du gleich den ganzen Kurs umstellst. Du kannst sogar einen kostenlosen Online-Kurs als Lead Magnet bauen und dort die Videofunktion in Ruhe testen.

Kein Tech-Studium nötig, versprochen. Von den Coach-Tools, die mir das Leben leichter gemacht haben, steht dieser interne Player ganz oben auf der Liste - kein großes Geheimnis, nur ein Klick, der sich richtig anfühlt.

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