
Ein Name, der schön klingt, verkauft nichts – ein Name, der ein konkretes Problem beim Namen nennt, verkauft sich fast von selbst. Genau daran entscheidet sich für viele Coaches, ob der erste Online-Kurs überhaupt Anmeldungen bringt. Im Coaching-Business sehe ich das ständig: Wochen für die Kurs-Inhalte, aber keine zehn Minuten für den einen Satz, der im Kurs-Marketing am meisten Arbeit leistet: den Titel.
Kurzer Zwischenstopp, bevor es weitergeht: Dieser Text enthält Affiliate-Links. Kaufst du über so einen Link, bekomme ich eine kleine Provision, für dich ändert sich am Preis nichts. Ich empfehle hier nur Tools wie Mentortools, die ich selbst im eigenen Kurs-Aufbau nutze oder gründlich getestet habe.
Mein erster eigener Kursname war ein Gedicht. Ich hab ihn "Seelenkompass" genannt, weil es für mich nach Richtung und Ruhe klang. Niemand hat danach gesucht. Keine Anfrage, keine Anmeldung, nur Stille im Postfach und ein ziemlich langes Nachdenken darüber, was eigentlich schiefgelaufen war.
Der Unterschied zwischen einem hübschen Namen und einem Namen, der verkauft
Der Fehler war nicht meine Kreativität. Der Fehler war, dass mein Titel keine Antwort gab, sondern eine neue Frage aufgeworfen hat. "Seelenkompass"? Ist das ein Atemkurs? Eine App? Ein Duft? Wenn jemand deinen Namen liest und als erstes fragen muss, was das überhaupt ist, hast du die Person schon verloren, bevor sie die Beschreibung überhaupt gelesen hat. Ein Kursname ist kein Gedicht, er ist ein Versprechen. Und er darf auch nicht mehr versprechen, als die tatsächliche Kurs-Struktur am Ende hält, sonst zahlst du das später in schlechten Bewertungen zurück.
Als ich anfing, meine Angebote nüchterner zu betrachten, half mir vor allem eine Sache: ein Tool, das mich zwingt, Struktur vor Poesie zu setzen. Bei Mentortools liegt die Kurs-Übersicht so offen, dass ein schwammiger Titel sofort auffällt — er wirkt neben den anderen Modulen einfach nackt. Dort hab ich verstanden, worum es bei einem guten Namen wirklich geht: Er muss dein Alleinstellungsmerkmal in einem Atemzug mit dem Nutzen nennen, nicht nur hübsch klingen.

Warum dein Kursname zuerst Kurs-Marketing ist und erst dann Kreativität
Stell dir zwei Titel nebeneinander vor: "Die Reise zu deiner inneren Balance" gegen "Weniger Stress in vier Wochen, ohne deinen Kalender zu sprengen". Beide können denselben Kurs beschreiben. Nur einer sagt dem Gehirn deiner Zielgruppe sofort, warum sie klicken soll. Kurs-Marketing beginnt nicht erst bei der Landingpage oder der Anzeige — es beginnt bei diesem einen Satz, dem Titel.
Welche Plattform du dafür nutzt, spielt übrigens auch eine Rolle — nicht weil eine Software dir den Namen ausdenkt, sondern weil manche Systeme es leicht machen, einen Titel schnell zu testen und bei Bedarf zu ändern, während andere das zur kleinen Operation machen. COACHY zum Beispiel vertrauen über 10.000 Coaches, gerade weil der Einstieg dort so unkompliziert ist.
Löst dein Titel ein Problem, oder beschreibt er nur ein Angebot?
Die meisten ersten Kursnamen beschreiben ein Angebot: "Yoga-Kurs für Anfängerinnen", "8-Wochen-Coaching-Programm". Das ist ehrlich, aber es macht nicht hungrig. Ein Titel, der verkauft, beschreibt stattdessen das Ergebnis oder das Problem, das verschwindet. Aus "Yoga-Kurs für Anfängerinnen" wird so zum Beispiel "Endlich schmerzfrei aufstehen, auch ohne Vorerfahrung".
Eine Ausnahme gibt es: Wenn deine Zielgruppe eher nach Status sucht als nach einer schnellen Lösung, etwa Führungskräfte im Coaching-Business, reicht ein reiner Problem-Titel manchmal nicht aus. Dort darf der Name auch Positionierung transportieren — eher "das hier ist für dein Level" statt nur "das hier löst dein Problem".

So testest du einen Kursnamen, bevor du ihn launchst
Technisch hat das Ganze auch mit Suchmaschinenoptimierung zu tun: Dein Haupttitel sollte unter 60 Zeichen bleiben, sonst schneidet Google ihn in den Suchergebnissen einfach ab. Das merkt man schnell, wenn man selbst gern ausschweifend formuliert.
Deshalb arbeite ich heute meistens mit einer Kombination: ein kurzer, emotionaler Haupttitel plus ein sachlicher Untertitel, der die Fakten liefert. Genau dieses Prinzip nutze ich auch, wenn ich Mentortools Schnupperlektionen einrichten lasse — die Vorschau-Lektion muss sofort klarmachen, was drinsteckt, sonst klickt niemand weiter.
Bevor du dich festlegst, probier den Namen aus, ohne den ganzen Kurs schon fertig zu haben. Ich hab früh gelernt, wie man eine Mentortools Warteliste erstellen kann, um zu sehen, welcher von mehreren Titeln die meisten Eintragungen bringt, bevor überhaupt ein Modul aufgenommen ist. Das spart dir genau die Art von Zeit, die ich früher in einen Namen gesteckt habe, den am Ende niemand wollte.
Erst wenn ein Titel sich im Test bewährt hat, würde ich ihn wirklich veröffentlichen und den Kurs für Anmeldungen öffnen — alles davor ist nur eine kostenlose Vorab-Prüfung. Übrigens braucht ein kostenloser Vorgeschmack, etwa eine kleine Gratis-Lektion zur Leadgewinnung, oft einen anderen, verspielteren Namen als der eigentliche Bezahlkurs, sonst verschwimmen beide Angebote in der Wahrnehmung deiner Zielgruppe.
Mentortools, COACHY oder Membado: Was die Plattform mit deinem Namen zu tun hat
Ich hab mir vor dem eigenen Wechsel drei Systeme genauer angeschaut, und jedes ging mit der Namensfrage anders um. Membado ist schon seit 7 Jahren am Markt und bietet eine solide Basis, aber für meinen Geschmack war die Oberfläche zu technisch, um schnell mit Titeln zu experimentieren. Bei Mentortools konnte ich einen Titel ändern, die Landingpage neu ansehen und innerhalb von Minuten wieder zurück — genau das, was man beim Testen braucht.
Das gilt übrigens nicht nur für den Haupttitel deines Kurses. Sobald du mehrere Pakete anbietest, zum Beispiel eine Basis- und eine Premium-Variante, brauchen auch die einzelnen Stufen klare, unterscheidbare Namen statt nur "Paket A" und "Paket B". Und der Ton deines Titels sollte zum Rest deines Auftritts passen — ein verspielter Name wirkt seltsam neben einer sehr nüchternen, durchgestylten Markenwelt.

Meine Checkliste für einen Namen, der hängen bleibt
Wenn ich heute einen neuen Kursnamen entwickle, prüfe ich vier Dinge, ohne großes System dahinter. Erstens: Versteht eine Zehnjährige sofort, worum es geht, oder muss sie nachfragen? Zweitens: Wird ein konkretes Ergebnis genannt, oder nur ein vages Thema? Drittens: Fühlt sich genau die Person angesprochen, für die der Kurs gemacht ist, und sonst niemand? Viertens: Bleibst du unter den besagten 60 Zeichen, damit Google dir nicht die zweite Hälfte abschneidet? Wenn alle vier Punkte stimmen, ist der Name fast immer gut genug, um zu starten.
Ein guter Name hört aber nicht auf zu wirken, sobald jemand gekauft hat. Er taucht in der Begrüßung im Mitgliederbereich wieder auf und motiviert dort weiter oder eben nicht — genau deshalb höre ich beim Namen nie ganz auf nachzudenken, selbst wenn der Kurs schon längst läuft.
Das ganze Paket muss außerdem stimmen, nicht nur der Titel. Ich hab einiges über Beleuchtung für Online-Kurs Videos gelernt, weil ein eleganter Name auf einem dunklen, verrauschten Video einfach nicht zusammenpasst.
Früher hab ich Zahlungen für meine Kurse über einen simplen PayPal-Link gesammelt und jeden Zugang von Hand freigeschaltet, oft erst Stunden später, mit einem schlechten Gewissen gegenüber allen, die gerade gewartet haben. Mittlerweile tippe ich hin und wieder selbst den Link zu meinem eigenen Kurs ein, nur um zu checken, ob alles läuft — und zum ersten Mal kommt dabei kein inneres Seufzen mehr hoch, nur ein kurzes, leises Pling im Postfach, wenn sich jemand neu anmeldet.
Einen Namen zu finden, der wirklich verkauft, ist kein Geduldsspiel mit der Muse, es sind ein paar ehrliche Fragen an deine Zielgruppe plus ein bisschen Testen. Wenn du dafür noch ein Tool suchst, das dir Landingpage, Mitgliederbereich und Titel-Tests an einem Ort gibt, schau dir Mentortools einmal in Ruhe an. Den aktuellen Preis findest du am besten direkt auf der Seite der Anbieter, weil sich solche Angebote ja ändern können. Und falls dein erster Name floppt: kein Drama, nur ein Signal, ihn zu ändern. Viel Erfolg beim Benennen.