Sechzehn mal sechzehn Pixel. Mehr Fläche bekommt dein Branding nicht, wenn jemand deinen Online-Kurs im Browser-Tab wiederfindet, und ausgerechnet an dieser Mini-Fläche scheitert fast jede Coachin, die ihr erstes Coachy-Favicon hochlädt. Der Irrtum sitzt tief: viele glauben, das eigene Logo passt schon irgendwie, Hauptsache es taucht oben im Tab auf.
Feine Linien und ein kleiner Blütenschriftzug prägen mein Logo. Auf dieser Mini-Fläche wurde daraus beim ersten Versuch ein violetter Tintenklecks, kein Lotus. Genau das hätte ich gerne vorher gewusst: ein Favicon ist kein geschrumpftes Logo, sondern ein eigenes kleines Design-Projekt.
Der Coachy-Irrtum, dem fast jede Coachin aufsitzt
Der Denkfehler klingt einleuchtend: dasselbe Bild, das auf der Kursseite großartig aussieht, muss doch auch oben im Tab funktionieren. Stimmt leider nicht. Ein Logo ist für große Flächen gebaut, ein Favicon für eine Fläche kleiner als ein Fingernagel, und beide verlangen komplett unterschiedliche Entscheidungen.
Bevor ich bei Coachy gelandet bin, hatte ich einmal Thinkific ausprobiert und es irgendwann ratlos wieder hingeschmissen. Welche Plattform zu dir und deinem Kurs passt, ist aber nochmal eine ganz eigene Geschichte für sich.
Wofür ist dieses kleine Icon überhaupt gut?
Ein Favicon ist das Bildchen oben im Browser-Tab, direkt neben dem Seitentitel. Stell es dir vor wie das Namensschild an deiner Haustür – klein, aber genau das, woran Teilnehmerinnen deinen Kurs wiedererkennen, wenn sie zehn Tabs offen haben. Es taucht außerdem in der Lesezeichenleiste und im Verlauf wieder auf.
Drei Dateiformate sind dafür gängig: .ico, .png und .gif. Für unseren Zweck ist PNG fast immer die beste Wahl, weil es Transparenz kann – und genau das wird gleich noch wichtig.
Das Favicon versteckt sich in den globalen Branding-Einstellungen
Gesucht habe ich erst an der völlig falschen Stelle, nämlich in den Kurseinstellungen. Das Favicon ist aber keine Sache für einen einzelnen Kurs, sondern eine globale Branding-Einstellung. Zu finden unter den Einstellungen bei „Branding“, dann im Reiter „Logo & Favicon“.
Dort gibt es ein unauffälliges Upload-Feld, und Coachy macht einem den Rest eigentlich leicht. Nur: irgendein beliebiges Foto reinzuziehen funktioniert nicht, das ist wie der Versuch, eine ganze Wassermelone in einen Entsafter zu stopfen. Es passt einfach nicht.
Meine Nachbarin Heike saß mit ihrem eigenen Laptop daneben, komplett still, während ich die Datei zum wiederholten Mal hochlud und die Vorschau aktualisierte. Inzwischen flattert bei mir auch keine Mail mehr rein, wenn jemand sich nicht einloggen kann – dabei war genau das früher ständig ein Thema.
Das ganze Logo scheitert im Mini-Format
Der größte Fehler stand sofort fest: Das erste hochgeladene Icon war so verpixelt, dass man den Lotus für einen violetten Klecks hätte halten können. Feine Linien und Schriftzüge überleben eine derart winzige Fläche nicht, sie werden zu digitalem Buchstabensalat.
Die Standardgröße für ein Favicon liegt bei 16 mal 16 Pixel, für Retina-Displays empfiehlt sich zusätzlich eine Version mit 32 mal 32 Pixel. Wer versucht, ein komplettes Firmenlogo mit Slogan da hineinzuquetschen, sorgt dafür, dass am Ende niemand mehr etwas erkennt.
Mein Tipp danach: komplett auf das Logo verzichten. Ein reduziertes Symbol oder ein einzelner Buchstabe auf kontrastreichem Grund funktioniert zuverlässiger, gerade auf kleinen Handy-Bildschirmen. Entschieden habe ich mich am Ende für ein einzelnes Blütenblatt meines Lotus – klein, klar, erkennbar.
Ähnlich war es, als ich die Coachy Sidebar anpassen musste, um überhaupt Struktur in mein Kurs-Dashboard zu bringen – auch da ging es am Ende nur mit weniger statt mehr. Reduktion ist offenbar das Grundprinzip hinter jedem guten Branding-Detail.
Wie du den weißen Klotz im Dark Mode vermeidest
Der zweite Fehler saß noch tiefer: Ich hatte ein quadratisches Bild mit weißem Hintergrund hochgeladen. Sobald jemand den Browser im Dark Mode nutzt, sieht das aus wie ein weißer Klotz mitten im Tab. Alles andere als entspannt.
Entscheidend ist ein transparenter Hintergrund, am einfachsten über eine PNG-Datei. Stell es dir vor wie beim Kochen: du willst das Aroma der Vanilleschote im Pudding, nicht die ganze holzige Schale drumherum. Beim Icon willst du nur das Symbol, keinen weißen Kasten.
Wer schon beim Feinschliff ist, denkt vielleicht gleich mit, wie sich der Flenski Videoplayer anpassen lässt, falls externe Videos eingebunden sind. Ein stimmiges Gesamtbild schafft Vertrauen, bevor überhaupt ein Wort gesagt wird.
Meine Kollegin Ulrike aus Düsseldorf hat mir neulich geschrieben, dass sie ihr eigenes Favicon ewig vor sich herschiebt – und dann, ganz typisch für sie, doch noch im richtigen Moment losgelegt hat. Das kleine Icon ist eben nur ein Baustein vom großen Branding-Thema, das noch mal ein eigenes Kapitel für sich ist.
Die Design-Regel, die am Ende übrig bleibt
Die Formel, die seitdem bei jedem Icon funktioniert, ist simpel: ein Symbol statt eines Satzes, transparenter Hintergrund, gespeichert als PNG in 32 mal 32 Pixel. Mehr braucht ein Favicon nicht, um im Tab zu bleiben, wenn zehn andere offen sind.
Seitdem leuchtet oben im Tab nur noch ein kleines, klares Lotusblatt, kein verwaschener Farbklecks mehr.
Manchmal sitze ich abends noch da und tippe die Willkommensmail für neue Teilnehmerinnen, nur das Klackern der Tasten ist im Raum zu hören, und genau dann merke ich, wie viel so ein kleines, stimmiges Icon oben im Tab für den ersten Eindruck ausmacht. Wer an dieser Stelle weitermachen will, kann sich gleich anschauen, wie man ein Coachy Begrüßungsvideo einbinden kann, um Teilnehmerinnen auch inhaltlich persönlich zu begrüßen.
Trau dich an solche Details, auch ohne Technik-Hintergrund – gelernt habe ich das alles nur durchs Ausprobieren und Falschmachen, nicht durch eine Anleitung, die ich vorher gelesen hätte. Ein Favicon ist winzig, aber es zeigt deinen Teilnehmerinnen sofort: hier kümmert sich jemand auch um die Details, die man leicht übersehen könnte.