Mentortools Schnupperlektionen einrichten: Einblick für deine Interessenten

Die Zettel liegen quer über dem Holzparkett, meine Finger zupfen unbewusst am Stoff des Sitzkissens, und ich schiebe Lektionstitel hin und her. Welche zwei Lektionen aus meiner Kurs-Erstellung dürfen als Schnupperlektionen in Mentortools nach draußen? Diese Auswahl entscheidet, ob Interessenten dir vertrauen oder weiterscrollen.

Die Kurzfassung vorweg: Bei jeder Lektion gibt es in Mentortools einen Schalter für die Schnupperlektion. Du legst ihn um, und die Lektion wird zur Vorschau. Die eigentliche Arbeit liegt davor, nämlich in der Frage, was du zeigst und was im bezahlten Bereich bleibt. Beides gehe ich hier der Reihe nach durch.

Marketing für Coaches ohne Verkaufsdruck: Vorschau statt Versprechen

Ein fertiger Kurs ist für Außenstehende eine geschlossene Kiste. Du weißt, wie viel Herzblut in den Videos, Worksheets und Meditationen steckt. Sie sehen nur eine Beschreibung.

Meine erste Notlösung war eine Facebook-Gruppe, die ich als Mitgliederbereich benutzt habe. Wer neugierig war, sah dort Gespräche, aber nie eine echte Lektion. Eine Vorschau war das nicht, eher ein Blick durchs Schlüsselloch.

Schnupperlektionen funktionieren wie der Duft vor einer Bäckerei. Niemand kauft das Brot, weil das Schild so hübsch ist, sondern weil es so gut riecht. Und Vertrauen wächst wie in einer Yoga-Übung: langsam herantasten, Schicht für Schicht.

Für die Umsetzung nutze ich Mentortools. Ohne Tech-Hintergrund zählt für mich vor allem: Die Oberfläche ist auf Deutsch, der Support spricht meine Sprache, und die Server stehen in Deutschland. Das gibt mir Ruhe, wenn ich mich auf meine Inhalte konzentrieren will.

Nahaufnahme der Mentortools Benutzeroberfläche beim Aktivieren einer Schnupperlektion

Schalter umlegen: So richtest du Schnupperlektionen in Mentortools ein

Auf dem linken Bildschirm läuft noch das Schnittprogramm, auf dem rechten steht das Mentortools-Dashboard. Ich öffne den Kurs und suche die Lektion, die nach außen soll. Dann geht es in drei Schritten weiter: Lektion öffnen, Schalter für die Schnupperlektion umlegen, Vorschau prüfen.

Das hätte ich gerne vorher gewusst: Du musst weder den kompletten Kurs kopieren noch eine komplizierte Landingpage bauen. Die Vorschau lebt in dem Kurs, den du längst hast.

Kein Code. Kein Plugin. Kein Absturz. Ich habe beim ersten Mal fast misstrauisch nach dem Haken gesucht, weil es sich zu einfach anfühlte.

Danach prüfe ich die Vorschau auf dem Handy, so wie eine Fremde sie sieht. Startet das Video ohne Warten? Verstehe ich die Lektion, ohne den Rest des Kurses zu kennen? Passt der Ton zu dem, was ich später im Kurs verspreche? Bei mir lud das Preview-Video sofort und sauber, und genau diesen Moment wollte ich sehen, bevor ich irgendetwas beworben habe.

Sorgst du dich beim Freischalten auch um das Aussehen deines Kursbereichs? Dann schau dir an, wie du dein Mentortools Branding anpassen kannst, damit alles aus einem Guss wirkt.

Welche Lektionen gehören in die Vorschau?

Zwei Lektionen reichen. Such keine aus, die deinen Kurs komplett zusammenfassen, sondern zwei, die einen guten Überblick geben und deinen Lehrstil spürbar machen.

Mein Kriterium: Zeig das Was und das Warum, und lass das tiefe Wie im bezahlten Bereich. Gib den Leuten eine Übung, die sofort ein kleines Ergebnis liefert. Gleichzeitig soll sichtbar bleiben, dass es einen längeren Weg gibt, den ihr gemeinsam gehen könnt.

Das ist wie beim Kochen. Wer seinen Gästen vor dem Hauptgang schon drei Teller Pasta serviert, hat danach niemanden mehr, der Hunger auf den Hauptgang hat. Eine Vorschau, die alles zeigt, sättigt.

Vor dem Umlegen stelle ich mir zwei Fragen. Kann jemand die Übung allein machen, ohne den Rest zu kennen? Und hat er oder sie danach Lust auf die nächste Lektion? Bei zweimal Ja geht die Lektion raus. Wirkt sie dagegen, als hätte sie schon alle Fragen beantwortet, kommt sie wieder weg.

Cornelia, meine Yoga-Kollegin, zieht bei allem Digitalen erst einmal die Augenbrauen hoch. Im Olympiapark habe ich ihr die Vorschau auf dem Handy gezeigt. Ihre Frage kam sofort: Und wenn die Leute sich alles anschauen und dann nie kaufen? Meine Antwort: Wer nach einer ehrlichen Vorschau geht, wäre auch nach jedem Verkaufstext gegangen, nur mit einem schlechteren Gefühl.

Diese Transparenz nimmt den Druck raus, für dich und für die Interessenten. Sie sehen deinen Lehrstil, deine Energie und die Qualität deiner Videos. Sie wissen, was sie erwartet, und fühlen sich sicher.

Smartphone zeigt die Vorschau einer Schnupperlektion aus einem Online-Kurs bei Mentortools

Vom Schnupperer zum Schüler in drei Tagen

Beim Blick in meine Teilnehmerliste stand da ein neuer Name. Diese Person hatte sich erst drei Tage zuvor für die Schnupperlektionen angemeldet. Ich hatte weder eine E-Mail geschrieben noch jemanden überreden müssen, trotzdem hatte sie den kompletten Kurs gekauft.

Im Support-Postfach dagegen herrschte Stille: keine einzige Mail zu Zugangsproblemen, obwohl die Vorschau längst lief. Das hatte ich mit der Facebook-Gruppe nie erlebt.

So sieht Verkaufen für uns Coaches aus, die keine Lust auf aggressive Taktiken haben. Wir lassen die Tür einen Spaltbreit offen. Wer sich im Learning Management System (LMS) erst einmal umschauen darf, merkt schnell, ob die Chemie stimmt.

Anja Huber, Leserin und Ernährungsberaterin aus Wien, stellte mir dazu eine Frage, die sich sonst kaum jemand traut: Wer merkt überhaupt, dass diese Vorschau existiert? Sie hat recht. Ohne Menschen, die zur Vorschau finden, bleibt die schönste Schnupperlektion unbesucht. Falls du noch ganz am Anfang stehst, hilft es, wenn du einen kostenlosen Online-Kurs als Lead Magnet bei Mentortools erstellen würdest, um deine Liste erst einmal zu füllen.

Probier es mit einer einzigen Lektion

Die Technik hält im Hintergrund die Stellung, alles ist konform mit der DSGVO, und ich kann mich auf das konzentrieren, was ich am besten kann: Yoga unterrichten und Menschen begleiten.

Früher habe ich Stunden damit verbracht, Freebies zu basteln, die mit meinem eigentlichen Kurs nichts zu tun hatten. Heute öffne ich einfach eine Tür in meinem bestehenden Haus. Das spart Zeit und Nerven, und es fühlt sich ehrlich an.

Schnapp dir eine Lektion, die Lust auf mehr macht, und leg den Schalter um. Perfekt muss nichts sein. Im Yoga sagen wir: Der schwierigste Teil ist, die Matte auszurollen. Der Rest ergibt sich beim Üben.

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