
Ein Werkzeugkasten mit einem Fach für jede Schraubengröße und eine Kiste, in die einfach alles hineingeworfen wird – genau diesen Unterschied spüre ich zwischen meinem allerersten Online-Kurs und der Kursstruktur, die ich heute in Membado anlege. Mein Einstieg ins Online-Coaching war reines Durcheinander. Meine Arbeit an meinem digitalen Business ist das zum Glück nicht mehr.
Bevor ich bei Membado gelandet bin, hatte ich mir mit WordPress, Elementor und gefühlt zehn verschiedenen Plugins eine Art digitales Flickwerk zusammengebastelt. Jedes Plugin hat sein eigenes Ding gemacht. Updates hier, Kompatibilitätsprobleme dort – ich habe am Ende mehr Zeit im Backend verbracht als mit echtem Coaching.
Mit meiner Freundin Cornelia, die selbst Yin Yoga unterrichtet, sitze ich inzwischen öfter auf dem Viktualienmarkt bei einem Kaffee, wenn mich solche Baustellen beschäftigen. Sie ist die Freundin, die genau die Frage stellt, die ich mir selbst nicht zu stellen traue.
Drei Ebenen, die deine Kursstruktur tragen
Membado arbeitet mit drei Ebenen: Kategorien, Kurse und Lektionen. Das ist die Grundordnung, auf der alles andere aufbaut. Wie du deinen gesamten Mitgliederbereich darüber hinaus gestaltest, ist noch mal eine andere Geschichte – hier geht es erst mal nur um die Kategorien, die über allem liegen.
Ohne diese Ebene sind deine Kurse nur eine lose Ansammlung von Videos. Mit ihr entsteht etwas, in das sich Teilnehmerinnen hineinfinden, ohne sich zu verlaufen. Statt 'Video 1' heißt es bei mir inzwischen 'Rückenfit' oder 'Atemtechnik' – Themen-Cluster statt Nummern.

Wie das Chaos in meinem Membado-Backend endlich einen Deckel bekam
An meinem Schreibtisch, direkt neben der Ecke, wo sonst meine Yogamatte liegt, habe ich mich an einem regnerischen Nachmittag endlich durch das Backend geklickt. Links auf dem einen Bildschirm lief noch der Videoschnitt von der Vorwoche, rechts öffnete ich zum ersten Mal in Ruhe die Kategorien-Funktion.
Über dem Schreibtisch hängt eine Postkarte, die ich mir selbst irgendwann geschrieben habe: Anfängerin zu sein ist kein Makel. Genau die brauchte ich in diesem Moment, denn ich hatte vor der Technik mehr Respekt als vor jedem Handstand auf der Matte.
Ich habe einfach angefangen zu klicken. Kategorien angelegt, Kurse hinein verschoben, wieder umsortiert. Für die Videos selbst achte ich inzwischen auf ein einfaches Format: 16:9 und mindestens 1080p, damit nichts verwaschen wirkt. Wie du deine Videos am besten hostest und archivierst, ist allerdings ein eigenes Thema für sich.
Eine ausgeblendete Kategorie und der Moment, in dem mein Herz stillstand
Ich wollte nur kurz testen, wie eine Kategorie aussieht, wenn sie unsichtbar ist. Ein Klick, und scheinbar war plötzlich alles weg. Kein Kurs mehr sichtbar, keine Lektion, nichts.
Mein Herz ist mir bis in die Zehenspitzen gerutscht. Panik, für geschätzt dreißig Sekunden. Dann die Erleichterung: Ich hatte nur die übergeordnete Kategorie deaktiviert, die Inhalte lagen immer noch brav darunter, nur eben versteckt.
Das hätte ich mir gerne vorher gewusst: Sichtbarkeit und Löschen sind in Membado zwei vollkommen verschiedene Schalter. Seitdem fasse ich den Sichtbarkeits-Button mit sehr viel mehr Respekt an. Wie du deine Inhalte zusätzlich vor unbefugten Downloads schützt, ist noch mal ein ganz anderes Kapitel, aber beides gehört für mich in denselben Werkzeugkasten der Ordnung.
Wenn deine Struktur an einer anderen Stelle hakt, zum Beispiel bei abgebrochenen Mitgliedschaften, lohnt sich auch ein Blick darauf, wie du Membado Stornierungen verwalten kannst. Ordnung im Backend hilft eben nicht nur den Inhalten, sondern auch den administrativen Dingen im Hintergrund.

Zu viele Kategorien
Cornelia kritisierte mich genau hier, als ich ihr stolz meine fünfzehn fein sortierten Kategorien zeigte. Warum brauchst du eigentlich so viele, wollte sie wissen, wer soll sich darin noch zurechtfinden? Unbequem, aber berechtigt.
Zu viele Kategorien wirken auf neue Teilnehmerinnen wie ein Fünf-Gänge-Menü, wenn eigentlich nur ein Snack gewünscht war. Kognitive Überforderung, bevor der erste Kurs überhaupt begonnen wurde. Wie du Teilnehmerinnen zusätzlich über Motivationselemente im Kurs selbst bei der Stange hältst, ist ein eigenes Kapitel – aber eine überladene Struktur zerstört jede Motivation, bevor sie entstehen kann.
Danach habe ich radikal zusammengestrichen. Heute bleiben nur eine Handvoll Hauptkategorien übrig, der Rest ordnet sich darunter ein. Ein Kurs ist für mich inzwischen eher eine Reise als ein Archiv.
Ordnung im Hintergrund, Fokus im Coaching
Zehn Wochen nach dem großen Aufräumen saß ich noch im Pyjama am Frühstückstisch, klappte aus Gewohnheit den Laptop auf und sah drei neue Anmeldungen, die über Nacht eingetrudelt waren. Kein Gedanke an Kategorien, kein Gedanke an Struktur – einfach drei neue Namen in meiner Teilnehmerliste, während mein Tee noch zog.
Eine Leserin aus Wien, Anja Huber, probiert praktisch jeden Tipp, den ich aufschreibe, sofort an ihren eigenen Kundinnen aus und schreibt mir danach ehrlich zurück, was funktioniert hat und was nicht. Nach der Drei-bis-fünf-Kategorien-Regel kam die Rückmeldung: Ihre Beratungskundinnen wirkten im Mitgliederbereich spürbar entspannter, nicht mehr so, als müssten sie sich erst durch ein Labyrinth kämpfen.
Wer danach noch zusätzliche Führung braucht, kann sich außerdem ansehen, wie eine gute Sidebar Anpassung die Übersicht weiter verbessert, auch wenn das ursprünglich auf einer anderen Plattform war – das Prinzip bleibt dasselbe. Eine saubere Willkommensmail für neue Teilnehmerinnen einzurichten gehört für mich übrigens in dieselbe Schublade, auch wenn das noch mal ein eigenes Thema ist.

Fang mit drei Hauptkategorien an
Kategorien in Membado anzulegen ist kein Hexenwerk, auch nicht ohne Technik-Hintergrund. Nimm ein Blatt Papier, ganz analog, und schreib die drei bis fünf Hauptthemen auf, die dein Coaching wirklich ausmachen. Alles andere ordnet sich darunter ein.
Wann genau du nach einer Testphase live gehst, ist noch mal eine eigene Entscheidung für sich, aber ohne eine klare Struktur würde ich mich das gar nicht trauen. Wer vorher noch unsicher ist, ob Interessentinnen erst mal reinschnuppern sollten, kann sich auch ansehen, wie man Schnupperlektionen einrichten kann, um die Hemmschwelle zu senken.
Am Ende zählt nicht, wie kompliziert dein System aussieht, sondern wie leicht der erste Schritt für deine Teilnehmerinnen ist. Trau dich ran ans Backend, es kann nichts explodieren. Und falls doch mal etwas verschwindet: Meistens ist es nur einen Klick weit weg, versteckt in der Sichtbarkeit.