Mentortools Warteliste erstellen: Interessenten sammeln vor dem Kurs-Launch

Einundzwanzig Namen. So viele standen auf meiner ersten Warteliste, noch bevor ich einen einzigen Satz über den eigentlichen Kurs geschrieben hatte. Kein Werbebudget, keine große Ankündigung – nur ein schlichtes Formular und die Info, dass bald etwas kommt. Für mich war das der Beweis: Eine Warteliste erstellen, um Interessenten zu sammeln, ist im Coaching-Business keine nette Zusatzaufgabe, sondern die eigentliche Vorarbeit vor dem Kurs-Launch. Mentortools war dabei mein Werkzeug. Aber ehrlich, das Werkzeug war nie das eigentliche Problem.

Mein Kopf, der war das Problem. Genauer gesagt: der Rat, den mir gefühlt jeder zweite Launch-Guru gegeben hat. Halte deine Liste geheim, baue Spannung auf, öffne die Tore erst am großen Tag. Ich habe das eine Weile geglaubt. Mittlerweile bin ich ziemlich sicher, dass genau dieser Rat der Grund ist, warum so viele Kurse am Starttag ins Leere verkaufen.

Der Mythos beim Warteliste erstellen: Geheimhaltung schützt nicht vor dem leeren Kursraum

Die Logik hinter der Geheimhaltung klingt erstmal nachvollziehbar. Wenig zeigen, viel andeuten, dann am Launch-Tag mit der großen Enthüllung überraschen. Nur zeigt eine Warteliste in Wahrheit etwas ganz anderes: Sie ist im Kern ein einfaches Validierungstool, ähnlich dem Gedanken, ein Angebot erst im Kleinen zu testen, bevor man es großflächig ausrollt. Und das funktioniert nur, wenn die Leute auf der Liste auch etwas tun dürfen – nicht nur warten.

Bei meinem ersten Kurs 2020 hatte ich weder Liste noch Landingpage, nur ein Sammelsurium aus geteilten Google-Drive-Ordnern und Zugangsdaten, die ich einzeln per E-Mail verschickt habe. Manche Mails landeten im Spam, andere gar nicht an. Ein paar Teilnehmerinnen saßen tagelang vor einem leeren Ordner und dachten, ich hätte sie vergessen. Genau das hätte ich gerne vorher gewusst: Geheimhaltung bringt gar nichts, wenn sich die Leute, die schon da sind, verloren fühlen.

Was muss eine gute Warteliste eigentlich können?

Eine gute Warteliste muss vor allem eines schaffen: Menschen einsammeln, während ich im Studio stehe und keine Zeit habe, ans Handy zu gehen. Bei Mentortools ziehe ich die Landingpage per Drag-and-Drop zusammen, ähnlich wie beim Puzzeln mit großen Teilen – ein Element greifen, an die richtige Stelle schieben, fertig.

Nahaufnahme des Mentortools Landingpage-Editors mit Drag-and-Drop Funktionen

Wichtiger als das Layout ist ohnehin das Mentortools Branding anpassen, damit sich die Seite nicht wie ein fremder Ort anfühlt, wenn jemand von Instagram rüberklickt. Es soll sich anfühlen wie ein Übergang ohne Bruch, so wie eine Vinyasa-Sequenz von einer Haltung in die nächste fließt.

Datenschutz ist dabei kein Nebenschauplatz, den man einfach ausblenden kann. Die DSGVO hängt über jeder Anmeldung, die wir in Deutschland sammeln, und Mentortools regelt das im Hintergrund mit einem Double-Opt-In, ohne dass ich mich in technische Details einarbeiten musste. Mehr wollte ich davon auch gar nicht wissen. Meine Aufgabe war es, gute Worte für das Formular zu finden, nicht Anwältin zu spielen.

Gebaut habe ich das Ganze an meinem Schreibtisch, der im rechten Winkel neben der Yogaecke in meinem kleinen Studio im Glockenbachviertel steht, links der Bildschirm mit dem Videoschnitt, rechts das Plattform-Backend, und über allem eine kleine Postkarte an der Wand mit dem Satz, dass Anfängerin sein kein Makel ist.

Interessenten für den Kurs-Launch direkt ins Beta-Erlebnis holen

Sobald die ersten Anmeldungen da sind, mache ich etwas, das viele überrascht: Ich warte nicht, bis die Liste möglichst groß ist, sondern frage sofort, wer die ersten Module vorab testen will. Keine große Ankündigung, nur eine ehrliche Frage in der nächsten Mail. Eine E-Mail-Adresse ist schnell gegeben, aber echtes Commitment zeigt sich erst, wenn jemand anfängt, mit dem Material zu arbeiten.

Eine Antwort aus meiner Community ist mir dabei im Kopf geblieben. Marcus, Fitnesstrainer aus Hamburg, hat nach jedem erledigten Schritt einen Screenshot geschickt – nicht weil ich danach gefragt hätte, sondern weil er sichtbar stolz war, dass er drangeblieben ist. Genau solche Reaktionen sagen mir mehr über einen Kurs als jede Anmeldung, die nur auf dem Papier steht.

Ich weiß noch genau, wie ich abends meine Matte zusammengerollt habe und mein Handy auf der Fensterbank kurz aufleuchtete – eine neue Anmeldung, mitten in der Nacht, ohne dass ich in diesem Moment auch nur einen Finger gerührt hätte.

Smartphone auf einem Yogaboden zeigt eine neue Anmeldung zur Warteliste

Die Nächte davor sahen anders aus. Ich saß am Laptop, lud die ersten Testmodule hoch, und der Lüfter drehte lauter und lauter, je länger der Upload dauerte. Kein besonders glamouröser Moment, aber genau der, in dem sich zeigt, ob ein Kurs schon startklar ist oder nicht.

Warum ich lieber zu früh als zu spät verkaufe

Mein Freund Tobias, der schon lange im Online-Business unterwegs ist, hat mir das damals in einer Sprachnachricht bestätigt – reichlich verspätet, wie fast immer bei ihm, aber dafür in einem Satz auf den Punkt: Verkaufe an Leute, die schon mitmachen, nicht an Leute, die nur zugeschaut haben.

Für die Warteliste selbst reicht oft ein kleines Extra als Dankeschön. Ich hänge zum Beispiel ein kurzes PDF mit Atemübungen an, direkt über Mentortools Dateien hochladen – kein Hexenwerk, und die Leute haben sofort etwas in der Hand, bevor der Kurs überhaupt losgeht.

Was danach kommt, ist nochmal ein eigenes Kapitel: die Kursstruktur selbst, ordentliches Video-Hosting, der Mitgliederbereich, die Zahlungsintegration, dazu Automatisierung in der Kommunikation und ein bisschen Gamification, damit Teilnehmende drangeblieben. Der eigentliche Kurs-Launch steht davon nochmal getrennt – hier geht es nur um die Phase davor, Interessenten über eine Warteliste zu sammeln, damit am Starttag nicht ins Leere verkauft wird. Auch die Plattformwahl selbst ist eine eigene Geschichte für einen anderen Tag.

Eine entspannte Yogalehrerin plant ihre Mentortools Kurs-Launch-Strategie zufrieden am Laptop

Falls du dir noch unsicher bist, ob Mentortools zu dir passt: Ich habe in den letzten Jahren einiges verglichen, ungefähr so wie bei der Suche nach der passenden Yogamatte – die eine zu rutschig, die andere zu dünn. Meinen Vergleich der besten Kurs-Plattformen habe ich genau deshalb geschrieben.

Die Warteliste bei Mentortools läuft für mich heute im Hintergrund, während ich unterrichte. Aber die eigentliche Lektion hat nichts mit dem Tool zu tun. Geheimhaltung schützt niemanden vor einem leeren Kursraum. Echte Reaktionen von echten Menschen schon.

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