Mentortools Menüführung anpassen für eine bessere Navigation deiner Teilnehmer

Zeigst du deinen Teilnehmern am liebsten alles auf einen Blick, oder lässt du sie sich Stück für Stück durch den Kurs vorarbeiten? Bei Mentortools sind in der Menüführung beide Wege technisch möglich, und die Entscheidung hat mehr mit der Nutzererfahrung deiner Teilnehmer zu tun, als man beim ersten Einrichten glaubt. Ich hab beide Varianten in meinem eigenen Kursbereich durchgespielt, mit ziemlich unterschiedlichen Ergebnissen.

Meine Faustregel dazu ist einfach: Je unerfahrener deine Teilnehmerinnen mit Online-Kursen sind, desto mehr lohnt sich eine geführte, schrittweise Navigation statt einer, die alles auf einmal zeigt. Klingt simpel, war für mich aber ein langer Umweg.

Bevor ich überhaupt bei Mentortools gelandet bin, hatte ich gar keine echte Navigation. PDFs und Videos hab ich per Google Drive geteilt, die Zugangsdaten einzeln per Mail geschickt. Kein Menü, keine Struktur, nur ein Wirrwarr aus Ordnern und Passwörtern in meinem Postfach.

Ich weiß noch genau, wie ich in der neuen Plattform zum ersten Mal auf Veröffentlichen geklickt hab und der Kurs von einer Sekunde auf die andere kaufbar war, ganz ohne dass irgendjemand mit Programmierkenntnissen involviert war. Diese Erleichterung hat mich aber auch dazu verleitet zu glauben, dass jetzt automatisch alles logisch wird. Das war ein Trugschluss.

Offene Navigation zeigt sofort alles

Nahaufnahme einer Hand, die die Mentortools Kurs-Navigation direkt im Backend einstellt.

Am Anfang wollte ich meinen Header möglichst einladend gestalten. Community, Inspiration und mein Kursbereich, den ich liebevoll 'Soul-Flow-Material' getauft hab, standen alle gleichzeitig oben. Mentortools stellt dafür genau drei Positionen zur Verfügung, Header, Sidebar und Footer, und ich hab versucht, in jede davon möglichst viel reinzupacken.

Eine Teilnehmerin hat mir irgendwann geschrieben, sie findet den Button für die Live-Calls einfach nicht. Dabei stand er die ganze Zeit da, nur unter einem Namen, der mir gefiel und ihr überhaupt nichts sagte. Genau das ist der Haken an offener Navigation mit vielen sichtbaren, kreativ benannten Punkten: Freiheit für mich, Ratespiel für alle anderen.

Wenn wirklich jeder Menüpunkt mit einem Klick erreichbar ist, springen Menschen hin und her wie beim Zappen vorm Fernseher. Das hätte ich gerne vorher gewusst: Eine hübsche, poetische Bezeichnung ersetzt keine Klarheit. Support-Anfragen häufen sich, die Klickzahlen im Backend wirken chaotisch, und niemand kommt richtig im Kursinhalt an.

Geführte Navigation: Schritt für Schritt zum Ziel

Der Gegenentwurf sieht komplett anders aus. Klare Begriffe statt Wortspiele, 'Downloads' statt 'Soul-Flow-Material', 'Live-Calls' statt 'Energetische Begegnungen'. Maximal zwei Menü-Ebenen halten die Übersicht zusammen, und die Kurs-Thumbnails laufen alle im gleichen 16:9-Format, was allein optisch schon für Ruhe sorgt.

Mein Freund Tobias Kraft, der beruflich seit Jahren mit digitalen Produkten arbeitet, sagt zu sowas immer: Jedes Problem hat eine Schritt-für-Schritt-Lösung. Bei der Navigation hat er recht behalten. Sobald die Bezeichnungen selbsterklärend waren, gingen die Support-Mails spürbar zurück, und im Backend beruhigten sich die Klickpfade.

Notizbuch und Laptop mit Kurs-Struktur und einheitlichen Video-Thumbnails für eine klare Menüführung.

Wenn du dich fragst, wie es nach dem Kauf für deine Teilnehmer weitergeht, lohnt sich ein Blick auf die Mentortools Dankeseite erstellen, damit der Flow direkt nach der Anmeldung nicht abreißt. Eine klare Menüführung bringt wenig, wenn der erste Eindruck nach dem Kauf schon holprig ist.

Navigation kann auch bremsen

Normalerweise heißt die Regel: mach es so einfach wie möglich. Bei mir hat aber genau das Gegenteil funktioniert, an einer Stelle. Bonus-Inhalte hab ich bewusst nicht ins Hauptmenü gepackt, sondern hinter das Hauptmodul gelegt, sodass man erst durcharbeiten muss, bevor man dorthin kommt.

Yoga-Matte im Hintergrund eines Arbeitsraums, Laptop zeigt die Navigation für Kursteilnehmer.

Eine geführte Reihenfolge ist wie eine Yoga-Stunde mit sauberem Aufbau. Erst Mobilisation, dann komplexere Haltungen, nie andersrum. Wer den anspruchsvollen Teil ganz oben im Menü findet und sofort reinspringt, überspringt die Vorbereitung und verliert dabei oft die Motivation für den Rest.

Damit niemand das Gefühl hat, etwas zu verpassen, nutze ich Mentortools Ankündigungen, sobald neue Menüpunkte freigeschaltet werden. So bleibt Kommunikation Teil der Navigation, statt dass Inhalte einfach lautlos auftauchen.

Wähle bewusst, was zu deinen Teilnehmern passt

Offene Navigation passt zu kleinen, selbstständigen Gruppen, die schon Erfahrung mit Online-Kursen haben und lieber selbst entscheiden, wo sie anfangen. Geführte Navigation lohnt sich fast immer, wenn deine Teilnehmerinnen zum ersten Mal überhaupt einen Online-Kurs machen und noch keine Ahnung haben, wie sich sowas anfühlen soll.

Marcus Böhm, Fitnesstrainer aus Hamburg und Teil meiner Community, hat genau diesen Unterschied mal in einer Facebook-Gruppe für Trainer geteilt, weil ihm die gleiche Frage bei seinen eigenen Kundinnen begegnet ist. Wer komplette Anfängerinnen betreut, sollte eher führen als freigeben.

An meinem Schreibtisch im Glockenbachviertel, gleich neben der ausgerollten Matte, sitze ich mit zwei Bildschirmen nebeneinander, links das Videoschnittprogramm, rechts das Backend der Plattform, und über mir hängt ein Zettel mit einem Satz, den ich mir selbst irgendwann geschrieben hab: Anfängerin zu sein ist kein Makel. Genau danach richte ich mittlerweile jede Navigationsentscheidung aus.

Am Ende zählt nicht, wie kreativ deine Menüpunkte klingen, sondern ob deine Teilnehmerin in drei Sekunden weiß, wo sie klicken muss. Schau dir deine eigene Sidebar mit diesem Blick an, dann merkst du schnell, welcher der beiden Wege zu deinem Kurs passt.

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