
Zwei Klicks. Mehr Abstand darf zwischen der Startseite deines Coachy-Kurses und deinem Impressum nicht liegen, sonst gilt es rechtlich nicht mehr als leicht auffindbar. An dieser sogenannten Zwei-Klick-Regel aus dem Telemediengesetz scheitern erstaunlich viele Kursbereiche, die ich mir für andere Coaches anschaue. Fast nie fehlt das Impressum komplett — es sitzt nur an der falschen Stelle, versteckt auf einer Unterseite, die kaum jemand findet.
Bei Coachy ist die Grundlage schnell gelegt, aber wer sein Recht im Kursbereich wirklich sauber aufstellen will, muss noch ein paar Ecken mehr anschauen als das eine Textfeld. Genau darum geht es hier: wo Coachy Impressum und Datenschutzerklärung technisch unterbringt, warum ein einzelner Link oft nicht reicht und was mit all den kleinen Tools passiert, die du in deine Lektionen einbaust.
Wo Coachy dein Impressum wirklich versteckt
Der Bereich für Rechtliches liegt bei Coachy meistens dort, wo man es zuerst gar nicht vermutet: unter den allgemeinen Einstellungen oder direkt beim Branding deines Mitgliederbereichs, nicht bei den einzelnen Kursseiten. Dort gibt es zwei feste Felder, eines für das Impressum, eines für die Datenschutzerklärung. Trägst du den Text einmal ein, hängt Coachy die passenden Footer-Links automatisch an jede Seite, die zu deinem Kursbereich gehört.

Praktisch heißt das: Du musst die Rechtstexte nicht für jede einzelne Landingpage separat pflegen. Sobald sie einmal im richtigen Feld stehen, tauchen sie im Footer jeder Kursseite und jeder Landingpage auf, die du über Coachy baust — das nimmt dir die Suche nach jeder neu erstellten Seite ab.
Reicht ein einziger Link auf der Startseite aus?
Nein, und genau da tappen viele Coaches rein, die gerade ihren ersten Kurs bauen. Bevor ich überhaupt bei einer richtigen Kursplattform gelandet bin, hatte ich eine Weile lang eine Facebook-Gruppe als eine Art Mitgliederbereich genutzt. Das Impressum stand brav im Info-Kasten der Gruppe, aber eben nur dort, nicht bei jeder einzelnen Lektion, die ich als Beitrag gepostet habe. Rechtlich zählt das nicht, weil die Zwei-Klick-Regel für jede Seite gilt, auf der jemand landen kann, nicht nur für die Startseite.
Eine Teilnehmerin hat mir das vor Kurzem unfreiwillig bestätigt: Sie hat sich für einen neuen Kurs angemeldet, ist auf der Startseite ganz nach unten gescrollt, und ohne dass ich ihr irgendetwas erklärt hätte, ist sie direkt auf Impressum und Datenschutzerklärung gestoßen. Genau so soll es laufen — der Link muss einfach da sein, ohne dass jemand danach suchen muss.
Drittanbieter, Cookies und deine Datenschutzerklärung
Cornelia, meine Yoga-Kollegin und gute Freundin, hat mich neulich genau das gefragt, was sich viele nicht trauen: Weißt du eigentlich, was mit den Daten passiert, wenn jemand in deiner Lektion das eingebettete Video anschaut? Gute Frage. Sobald du einen externen Videoplayer, ein Umfragetool oder einen Tracking-Pixel in eine Lektion einbaust, findet dort eine technische Datenverarbeitung statt, von der dein Standard-Datenschutzgenerator gar nichts weiß.
Diese Tools musst du manuell in deine Datenschutzerklärung aufnehmen und prüfen, ob eine Einwilligungspflicht besteht. Die Informationspflichten aus Art. 13 der DSGVO gelten dabei für jedes einzelne Tool, nicht nur für deine Kontaktdaten im Impressum. Coachy verwaltet externe Skripte meist über einen eigenen Bereich in den Einstellungen — nutz den, statt Cookies über Umwege einzubinden, die du hinterher selbst nicht mehr findest. Baust du zum Beispiel einen Coachy Countdown-Timer einbauen, um den Verkauf anzukurbeln, gehört auch dieses kleine Marketing-Element mit auf die Liste.
Prüfe deine Rechtstexte, bevor es jemand anders tut
Anja, eine Leserin aus Wien, die selbst als Ernährungsberaterin coacht, testet solche Dinge grundsätzlich sofort selbst und meldet sich danach mit ehrlichem Feedback. Nach meinem Tipp mit den externen Skripten hat sie ihre eigene Datenschutzerklärung durchgecheckt und mir geschrieben, dass darin noch ein Tool-Anbieter auftauchte, den sie längst gar nicht mehr nutzt.

Genau das ist der Klassiker: Rechtstexte werden einmal geschrieben und dann nie wieder angeschaut. Kontrollier deine Links deshalb regelmäßig, am besten direkt auf dem Handy, weil die meisten deiner Teilnehmerinnen sowieso von dort aus auf den Kurs zugreifen.
Das hätte ich mir am Anfang wirklich gewünscht zu wissen: Ein einmal eingetragener Link ist kein Selbstläufer. Plattformen ändern URLs, Tools verschwinden vom Markt, und was letztes Jahr korrekt war, kann heute schon ins Leere führen.
Glamourös ist das alles nicht — im Vergleich zum Einbinden von Testimonials, das dir sofort neue Anmeldungen bringen kann, wirkt ein sauberes Impressum eher wie Pflichtprogramm. Aber es ist das Fundament, auf dem der Rest steht. Zwei Felder ausfüllen, die Sichtbarkeit prüfen, die Drittanbieter im Blick behalten — mehr braucht es nicht, um deinen Kursbereich rechtlich auf sicherem Boden zu halten.