
Drei Zettel mit Namen liegen neben der Tastatur, alle mit derselben Frage im Kopf: ob die jeweilige Kollegin meinen Yoga-Kurs empfehlen darf und was sie dafür bekommt. Ein Affiliate-Programm für Coaches einzurichten klingt nach einem riesigen technischen Brocken, bis man einmal drinsteckt, dann ist es eher der Baustein, mit dem sich ein Online-Kurs wirklich skalieren lässt, ohne selbst zur Programmiererin zu werden. Bei Membado ist daraus, muss ich zugeben, ein ziemlich überschaubarer Nachmittag geworden.
Angefangen hat das mit einer Handvoll Nachrichten von Coaching-Kolleginnen, die alle etwas Ähnliches wollten: meinen Kurs in ihrer eigenen Community erwähnen und dafür fair bezahlt werden. Bevor ich bei Membado gelandet bin, hatte ich schon einen Anlauf mit Thinkific hinter mir – zwei Wochen lang hab ich mich durch die Einstellungen geklickt, bis ich ratlos wieder aufgegeben habe. Keine Ahnung, wo das Partnerprogramm überhaupt versteckt war, geschweige denn, wie ich Provisionen fair verteile. Welche Plattform am Ende zu dir passt, ist übrigens eine ganz eigene Entscheidung – hier soll es nur um das Partnerprogramm selbst gehen.
Bei Membado war der Moment, als ich zum ersten Mal auf "veröffentlichen" geklickt habe und der Kurs sofort kaufbar war, ohne dass irgendjemand mit Programmierkenntnissen ranmusste, fast unwirklich. Kein Entwickler. Kein Warten. Nur ein fertiger Link. Das hätte ich mir 2020 gerne vorher gewusst, denn damals hab ich mich tagelang durch Technik-Foren gewühlt, ohne dass am Ende etwas sauber lief.

Automatisierung war 2020 mein größtes Learning
2020 hab ich Partner-Links noch von Hand in einer Tabelle mitgezählt – jedes Mal, wenn mir jemand schrieb "ich hab wen geschickt", hab ich ein Kreuzchen gemacht. Bei Membado legst du im Partner-Reiter zuerst die Provisionshöhe fest, und das System erstellt danach für jede Partnerin automatisch einen eigenen Link. Klickt jemand darauf, merkt sich der Browser das eine Weile über einen Cookie.
Die Standard-Cookie-Laufzeit liegt bei 30 Tagen. Kauft die Kundin nicht sofort, sondern erst drei Wochen später, bekommt deine Partnerin trotzdem noch die Provision. Genau dieser Teil läuft im Hintergrund, ganz ohne dass ich eingreifen muss – das ist die Automatisierung für Coaches, von der ich mir 2020 nicht mal hätte träumen lassen.
Wie viel Provision ist eigentlich fair?
Heike, meine Nachbarin und freiberufliche Fotografin, hat letztens gefragt, ob sie meinen Kurs auf ihrer Seite verlinken darf. Bei jedem Shooting besteht sie kompromisslos auf natürlichem Licht, bei der Provisionsfrage war sie überraschend entspannt und meinte nur, ich solle nehmen, was für mich passt. Genau da hab ich gemerkt: Am Anfang lohnt es sich, eher großzügig zu sein, auch wenn sich das im ersten Moment komisch anfühlt. Der Provisions-Durchschnitt bei digitalen Kursen liegt Recherchen zufolge oft irgendwo um die 50 Prozent, am Ende entscheidest du das aber komplett selbst.
Niemand zwingt dich, dich an diesem Durchschnitt zu orientieren. Wichtiger ist, dass sich die Zahl für dich noch richtig anfühlt, wenn der Kurs mehrfach über denselben Link verkauft wird.
Weniger Partnerinnen bringen oft mehr
Am Anfang dachte ich, je mehr Leute meinen Link teilen, desto besser. Das stimmt so nicht. Zwei oder drei Partnerinnen, die dich und deine Arbeit wirklich kennen, bringen oft mehr als zwanzig Leute, die den Link einmal lieblos in eine Story packen.
Ulrike, eine Life-Coach-Kollegin aus Düsseldorf, hat sich vor einer Weile über LinkedIn bei mir gemeldet, nachdem meine Fehlerliste in einem Coaching-Forum die Runde gemacht hatte. In E-Mails schreibt sie ziemlich förmlich, im ersten Zoom-Call hat sie dann geredet, als würden wir uns seit Jahren kennen. Genau solche Partnerinnen sind Gold wert: Sie kennen ihre eigene Community und empfehlen nicht einfach irgendwas, nur weil eine Provision winkt.

Die Steuerfrage kurz klären
Die Steuern hab ich möglichst schnell abgehakt, weil ich weiß, wie sehr mich sowas sonst blockiert. Affiliate-Marketing-Einnahmen zählen in Deutschland zu den gewerblichen Einkünften, das gilt für dich genauso wie für deine Partnerinnen. Die Details dazu hab ich mit meiner Steuerberatung geklärt, statt mir selbst etwas zusammenzureimen.
Membado selbst ist dabei nur die technische Schnittstelle, das eigentliche Geld läuft über den Zahlungsanbieter. Falls du da noch nicht startklar bist, schau dir mein Membado Tutorial zum Verknüpfen von Zahlungsanbietern an – ohne die richtige Anbindung bringt dir das schönste Partnerprogramm nämlich nichts.
Der erste Verkauf über einen Partnerlink

Bevor ich das kurze Erklärvideo fürs Partnerprogramm aufgenommen habe – das, was neue Partnerinnen nach der Anmeldung automatisch bekommen –, hab ich kurz übers Objektiv der Webcam gewischt. Das kühle Glas unterm Daumen war ehrlicherweise beruhigender als die Aufnahme selbst. Heike war eine der Ersten, die sich über die Registrierungsseite eingetragen und ihren Link bekommen hat, ganz ohne dass ich eine einzige Zeile Code anfassen musste.
Um die siebte Woche herum liefen die ersten Provisionen sauber durch, ohne dass ich irgendetwas manuell nachrechnen musste. Kein Kreuzchen in einer Tabelle, kein Nachfragen per Nachricht – die Zahlen stimmten einfach.
Wer aus jeder Empfehlung noch mehr rausholen will, kann übrigens auch einen Membado Upsell erstellen, dazu aber ein andermal mehr.
Mein Rat an Coaches, die gerade erst starten
Das Last-Cookie-Wins-Prinzip ist für mich inzwischen der wichtigste Baustein im ganzen System. Es regelt automatisch, wer die Provision bekommt, wenn mehrere Partnerinnen im Spiel waren: meistens diejenige, die den letzten Anstoß zum Kauf gegeben hat. Das nimmt dir die Entscheidung ab und sorgt für klare Verhältnisse zwischen den Partnerinnen.
Falls doch mal jemand storniert, ist das kein Drama: Ich musste erst lernen, wie man Membado Stornierungen verwaltet, aber die Provision wird danach ganz automatisch sauber zurückgerechnet.
Mein Rat an dich: Fang mit einer einzigen Partnerin an, die du gut kennst, und probier das System erst in Ruhe aus, bevor du es groß aufziehst. Der schwierigste Teil ist nicht die Technik. Der schwierigste Teil ist, überhaupt anzufangen.